Präpositionen

Da das Sindarin keine grammatischen Fälle im eigentlichen Sinne kennt, werden Beziehungen, die in gebeugten Sprachen durch Kasus-Endungen wiedergegeben werden, meist durch die Wortstellung oder mithilfe von Präpositionen ausgedrückt.
In der letzten Spalte der folgenden Auflistung ist der entsprechende Kasus im Quenya vermerkt

Präpositionen

 

Präp.

Bedeutung

Mutation

Sonderfälle

Kasus

a

mit

Len.

ah vor Vokalen

 

ab

nach (zeitl.)

Len.

 

 

adel

hinter, am Ende von

Len.

 

 

am

auf, aufwärts

Len.

 

 

an

für, an

NM

an+in > 'nin (GM)

Dativ

 

auf ... zu

 

Vorsilbe na-

Allativ

ath

beidseits von

Len.

 

 

athan

jenseits von

NM

 

 

athra

quer über, durch

Len.

 

 

be

gemäß, nach (übertr.)

Len.

be+in > ben (GM)

 

bo*

auf

Len.

 

 

dad

hinunter

PM

 

 

dan

gegen, zurück zu

NM

 

 

di

unter, unterhalb von

Len.

 

 

e(d)

aus ... heraus

PM

ed vor Vokalen

 

go

mit, zusammen mit

Len.

go+in > guin (GM)

 

im

innerhalb, zwischen

Len.

 

 

mi, vi*

in (räuml. u. allg.)

Len.

 

Lokativ

min

zwischen, innerhalb

NM

 

 

na

mit, durch

Len.

na+in > nan (GM)

Instrumentalis

 

von

 

 

Genitiv

ned

an, in (zeitl. u. allg.)

PM

 

 

nef

diesseits von

Len.

 

 

nu

unter, unterhalb von

Len.

nu+in > nuin (GM)

 

no

vor (zeitl.)

Len.

no+in > nuin (GM)

 

o

betreffend, über

Len.

oh vor Vokalen

 

o(d)

von ... weg

PM

o+in > uin (GM)

Ablativ

 

 

 

od vor Vokalen

 

or

über, oberhalb von

LM

or+in > erin (GM)

 

pen

ohne

NM

 

 

ter

durch (bis zum Ende)

LM

 

 

thar

querüber, durch; jenseits

LM

 

 

trî

durch ... hindurch

Len.

 

 

Len. = Lenierung;

NM = Nasalmutation; PM = Plosivmutation; LM = Liquidmutation;

GM = Gemischte Mutation.

* In dem einzigen uns bekannten Beispiel (VT 44:21) ohne Lenierung; möglicherweise dort als Sonderfall mit Lehnworten aus dem Quenya. Die Form vi ist vermutlich abgeleitet aus *imi, Nebenform zu mi.

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