Was sind die Sarati?

Die Sarati sind die älteste Schrift der Elben. Entwickelt wurde sie von Rúmil von Tirion, einem Noldor-Gelehrten in den Unsterblichenlanden. Die Sarati sind eine phonetische Schrift, mit der sich alle Sprachen schreiben lassen. Später entwickelte Feanor auf dieser Grundlage die Tengwar-Schrift, welche die Sarati ablöste. Die Sarati wurden danach nur noch von den Vanyar-Elben verwendet; in Mittelerde waren sie unbekannt.

Woher kennen wir diese Zeichen?

Im Anhang zum »Herrn der Ringe« werden die Sarati als »die Tengwar Rúmils« bezeichnet. Dass Tolkien diese Schrift wirklich ausgearbeitet hatte, war lange Zeit unbekannt. Erste Beispiele erschienen 1995 in Vinyar Tengwar 37:18-19. Das gesamte erhaltene Material wurde 2001 in »The Alphabet of Rúmil: Documents by J.R.R. Tolkien«, hg. Arden H. Smith, Parma Eldalamberon 13:3-89, veröffentlicht.

Tolkien selbst hat nie eine endgültige Fassung dieser Schrift veröffentlicht. Alle bekannten Beispiele stammen aus den zwanziger Jahren, also aus einer Zeit lange vor dem »Herrn der Ringe«. Damals war die Mythologie noch auf dem Stand wie im »Buch der Verschollenen Geschichten«, und die Elbensprachen hießen »Qenya« (> Quenya) und »Noldorin» (> Sindarin).

Die hier vorgestellte Fassung beruht im Wesentlichen auf dem letzten vollständigen System (»R18«, PE 13:72 f.), das auf das Jahr 1924 oder später datiert wird, ergänzt durch Satzzeichen und Ziffern aus einer früheren Fassung von 1922 (»R11b«, PE 13:52, in Verbindung mit »R10b«, PE 13:46, von 1921).