Die Schriftzeichen der Elben

Die ältesten Schriftzeichen der Elben sind die Sarati (sg. sarat, von einer Wurzel, die »ritzen, ziehen, zeichnen« bedeutet). Sie wurden in jenen langen Jahren vor dem Ersten Zeitalter in den Unsterblichenlanden entwickelt, wohin viele Elben aufgrund der Einladung der Valar gezogen waren. Die Sarati waren in Mittelerde nie in Gebrauch. Es gibt eine Vielzahl von Varianten dazu. Sie wurden nie in ein endgültiges System gebracht, aber leben in der Hintergrundgeschichte der Welt als Begriff fort.

Aus den Sarati entwickelte Feanor, das größte Genie unter den Noldor-Elben, die Tengwar, eine vereinfachte Form, die nicht mehr von oben nach unter oder links nach rechts, sondern von rechts nach links geschrieben wurde. Diese Schrift findet sich in unterschiedlichen Schreibweisen im »Herrn der Ringe« als Inschrift auf dem Tor von Moria und auf dem Einen Ring. Ihre wunderbar geschwungenen Buchstaben haben viele Menschen fasziniert.

Weniger gebräuchlich sind die Cirth, die von ihrer Form her an menschliche Runen erinnern, aber ganz anderen Prinzipien folgen. Sie wurden im Ersten Zeitalter oder kurz davor von den Sindar-Elben in Beleriand entwickelt, jenem Land, das nach dem großen Krieg, von dem im »Silmarillion« berichtet wird, im Meer unterging. In späterer Zeit waren sie vor allem bei den Zwergen gebräuchlich, weshalb sie auch oft als »Zwergenrunen« bezeichnet werden.

Eine Systematik zu den Tengwar- und Cirth-Schreibweisen findet sich in Elbisch-I, In Elbisch-II gibt es eine Anleitung zum Schreiben in Tengwar-Schrift, mit Übungen dazu. Darum sind hierzu nur einige hilfreiche Tabellen hier abgebildet. Die Sarati, die in den Büchern nicht behandelt werden, sind in der Folge etwas ausführlicher dargestellt.

Gibt es noch weitere Schriften?

Tolkien hat noch andere Schriften entwickelt, zum Beispiel die Valmarische Schrift (eine Frühform der Tengwar, siehe PE 15:65-84), eine Runenschrift von Gondolin (PE 15:111 f.)) sowie diverse Ableitungen von Runen und dergleichen als mögliche Schriften für unsere Welt (PE 15:89-121)

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