Was ist Sindarin?

Sindarin ist die Sprache der Sindar, der Grauelben von Mittelerde. Ihre Vorväter gehörten zu den Eldar, die einst an den Wassern des Erwachens ins Leben gerufen wurden. Sie schlossen sich dem Zug der Elben nach Westen, zu den Unsterblichenlanden, an, beendeten jedoch ihre Wanderung, als sie die Küste des Großen Meeres erreichten.

Die Sprache der Sindar entwickelte sich gleichzeitig mit dem Quenya, der Sprache der Noldor im fernen Westen. Doch in den Sterblichenlanden ging die Veränderung schneller und unkontrollierter vonstatten. Sindarin ist eine Sprache mit vielen Lautangleichungen, die sie sehr weich und flüssig macht.

Beleriand, das Reich der Sindar, ging bei der Schlacht der Valar am Ende des Ersten Zeitalters im Meer unter. Die Überreste der Blauen Berge, die einst die Ostgrenze von Beleriand bildeten, findet man auf der Karte von Mittelerde im Dritten Zeitalter westlich des Auenlandes.

In den Reichen der Waldelben sprach man ebenfalls Sindarin, da die Könige dieser Länder meist Hochelben waren. Einige alte Namen und Bezeichnungen dort sind jedoch vom Dialekt der Waldelben beeinflusst

Sindarin wurde auch von den Menschen des Westens verwendet. Im Dritten Zeitalter ist es in Gondor immer noch die Sprache von Menschen hoher Abkunft. Sindarin sind auch die Namen der Stammesfürsten der Dunedain des Nordens, mit einigen Besonderheiten in der Wortbildung. In Gondor griff man oft alte Namen der Vorzeit auf, und andere haben sich so abgeschliffen, dass es schwierig ist zu sagen, was sie genau bedeuten.