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Wie schreibt man Elbisch?
Am bekanntesten von den Schriftzeichen von Mittelerde ist die Tengwar-Schrift. Diese wurde in grauer Vorzeit von dem Noldor-Fürsten Feanor, dem größten Genie der Eldar, der auch die Silmaril schuf, auf der Grundlage der älteren Sarati-Schrift entwickelt. Feanor reduzierte die Sarati-Zeichen auf wenige Elemente, die er systematisch anordnete. Aus ihrer Form und Kombination kann man auf den Laut schließen, den ein bestimmtes Zeichen darstellen soll.
Die Tengwar-Schrift ist eine Lautschrift. Im Prinzip kann man mit ihr jede Sprache schreiben. Allerdings ist die genaue Zuordnung der Zeichen von Sprache zu Sprache verschieden. Darum ist es schwierig, die Schrift zu entziffern, wenn man nicht weiß, in welcher Sprache der Text gehalten ist.
Entsprechend der damals vorherrschenden Sprachtheorie unter den Noldor-Elben wurden in der Feanorischen Schreibweise (Quenya-Modus) nur Konsonanten durch “richtige” Tengwar dargestellt. Vokale, die man als “Färbung” der Konsonanten auffasste, wurden durch Zusatzzeichen, so genannte Tehtar, wiedergegeben. Feanor soll auch eine Schreibweise entworfen haben, die alle Laute durch Tengwar darstellte, aber diese, heißt es, habe sich nicht durchsetzen können.
Die Sindar-Elben von Mittelerde entwickelten gegen Anfang des Ersten Zeitalters eine eigene Schrift, die Cirth. In dieser Schrift wurden auch Vokale durch eigene Buchstaben wiedergegeben. Unter dem Einfluss der Noldor übernahmen die Sindar die Tengwar-Schrift in der Schreibweise von Beleriand (Sindarin-Modus), die nach dem gleichen Prinzip auch Vokale durch Tengwar darstellt.
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